Vorsicht: Mobiltelefone lassen sich zu Abhörwanzen umwandeln!

Wirtschaftsspionage per Handy

Nach erfolgreichem Umprogrammieren kann ein Handy abgehört werden. Die Polizei bedient sich dieser Technik, um Straftäter aufzuspüren. Die Manipulation der Software vollzieht sich direkt am Gerät am leichtesten, gelingt aber auch über Bluetooth oder W-LAN.

Ansonsten leisten eingeschleuste Trojaner gute Dienste, die am Handy die gewünschten Änderungen vornehmen. Die Umprogrammierung funktioniert demzufolge ebenso aus der Ferne. Es genügt vollkommen, wenn die Mobilfunknummer bekannt ist.

Das von der Polizei genutzte Verfahren eignet sich natürlich auch für kriminelle Machenschaften. Manipulierte Handys horchen Telefonate ab, lesen Kurznachrichten und E-Mails mit und verfolgen die Gespräche in der Umgebung des Gerätes, ohne dass der Telefonnutzer etwas davon bemerkt. Das Handy bleibt auch im ausgeschalteten Zustand aktiv und führt beständig ihm übertragene Aufgaben aus, was eine Beschattung rund um die Uhr ermöglicht.

 

Übrigens: Gemäß Artikel 13 III GG ist eine akustische Wohnraumüberwachung zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität gestattet. Zur verfassungsrechtlichen Rechtfertigung des sogenannten „kleinen Lauschangriffs“ reicht der berechtigte Verdacht auf eine Straftat aus. Das Bundesjustizministerium sieht für die Zukunft eine Speicherung von Verbindungsdaten für einen Zeitraum von sechs Monaten vor.

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Wirtschaftsspionage verursacht hohe Schäden

Industriespionage zielt auf die unerlaubte Beschaffung von Know-how, um sich gegenüber konkurrierenden Unternehmen Vorteile zu verschaffen oder noch rechtzeitig auf neue Entwicklungen reagieren zu können.

Die meisten Bedrohungen durch Hacker kommen derzeit aus China. Umprogrammierte Handys leiten heimlich Telefongespräche auf eigens zu diesem Zweck installierte Funkstationen um, oder das Mikrofon des Handys übernimmt die Funktion einer Wanze.

Auf diese Weise können nicht nur Telefonate abgehört werden, sondern auch alle vertraulichen Gespräche, die im direkten Umfeld eines Handys stattfinden.

Damit Informationen nicht in fremde Hände geraten, sind verlässliche Sicherheitsvorkehrungen nötig, die Lauschangriffe verhindern. Schätzungen zufolge, belaufen sich die Schäden, die durch Wirtschaftsspionage entstehen, auf 50 Milliarden Euro. Experten gehen von noch höheren Zahlen aus.

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